Viel Veränderung beim Reformierten Bund

Stühlerücken beim Reformierten Bund in Villigst (Foto: Rieger)

Die Hauptversammlung 2015 war und ist ein einschneidendes Datum. Nach 25 Jahren im Amt des Moderators wurde Peter Bukowski verabschiedet. Und nach 8 Jahren im Amt des Generalsekretärs aber 30 Jahren als Mitarbeiter in der „Zentrale“ Jörg Schmidt. Das klingt sehr nach Generationenwechsel und Umbruch und „Jetzt wird alles anders“. Aber getreu dem Mottto „semper reformanda“ verändert sich der Bund schon seit langem und wird es weiter tun. Eine Zäsur ist das also in der Lifeline der Ausgeschiedenen und Neugewählten, aber nicht für die Mitglieder. Die werden sich so sehr an Neues gewöhnen müssen, wie sie das schon die letzten Jahre immer wieder mussten.

Das lag zum einen daran, dass die „Alten“ selber geistig beweglich und kreativ geblieben sind. Aber auch daran, dass sie es verstanden, immer wieder neue Leute mit ins Boot zu holen und sie machen zu lassen: Achim Detmers als Calvin-Beauftragter, Barbara Schenck als Internet-Redakteurin, Aleida Siller für das Heidelberger Jubiläum und Sabine Dressler für die weltweite reformierte Ökumene im Hinblick auf 2017. Auch ich selbst habe von dieser zur Mitarbeit einladenden Haltung profitiert und bin deshalb so gerne dabei.

Diese kooperative Leitungsphilosophie wird Bestand haben, da bin ich mir ziemlich sicher. Doch sind die bisher Dazugeholten aus einer Generation, die „jung“ zu nennen nur noch aus hochbetagter Sicht begründet ist. Jetzt müssen wirklich Junge ran – die sogenannten digital natives und auch theologisch weniger bekümmerten von der Uni oder den ersten Amtsjahren im Pfarramt!

Also wenn „Weiter so!“, dann in diesem Sinne, dass neue Auffgabenbereiche von neuen Leuten übernommen werden und Junge sich in die Gewohnheiten der nicht mehr so Jungen einmischen dürfen und für Veränderung sorgen. So bleibt und wird der Bund noch mehr ein echter Gewinn für die Gemeinden, Kirchen und Einzelmitglieder.

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