Nein! Kein Verständnis für jede Angst.

Kaum brodelt es in Dresden und anderen Städten wieder pegidamäßig, treten auch die Angst-Versteher auf den Plan. Die Ängste der Bürger seien ja doch ernst zu nehmen, manches sei zwar diffus, rühre aber doch zutiefst menschliche Vorbehalte an …

Tatsächlich gibt es Ängste, für die man auch dann Verständnis haben kann, wenn sie nicht so richtig begründet sind. Wir Menschen haben eine komplettt unvernünftige Risiko-Einschätzung. Das zeigen immer wieder Statistiker auf, denen aber ja niemand zuhört.

Doch die am Rande der Montagsdemos und in vielen Interviews geäußerten Ängste entbehren in den meisten Fällen jeder Vernunft und können genauso gut auch vorgeschoben sein. Was mache ich denn, wenn ich meinen latenten und jetzt eben auflebenden Rassismus einigermaßen politisch korrekt begründen will? Ich äußere Ängste. Damit bin ich unangreifbar und brauche mich nicht als Fremdenhasser zu outen. Ängsten kann man vernünftig nicht widersprechen, sie sind einfach da. Jedenfalls wollen uns die besorgten Bürger das gerne weißmachen.

Deshalb sollten wir dem nicht auf den Leim gehen und Verständnis für jede noch so bescheuerte Angst zeigen. Es ist übrigens ein alter Trick. Reden von Goebbels, Hitler und Konsorten vor der Machtergreifung – teilweise auch noch danach – spielen ständig mit der Angst. Sie ist einfach ein unschlagbares Argument. Hätten die jedenfalls gerne, die gestandenen Männer, die sich wimmernd vor die Kameras stellen. Das ist einfach lächerlich! Und sonst nichts.

Posted in Aktuelles, Politisches

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