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	<title>reformiert-info im Blog &#187; Ökumene / jüdisch-christlicher Dialog / Dialog der Religionen</title>
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	<description>aus Redaktion und Pfarrhaus. Barbara Schenck</description>
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		<title>These vom „Kampf der Kulturen“ nochmals widerlegt</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 20:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bschenck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökumene / jüdisch-christlicher Dialog / Dialog der Religionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zuerst die gute Nachricht:
„Kulturelle Gegensätze verstärken oftmals Konflikte, sind aber zumeist nicht die eigentliche Ursache“, lautet das Fazit einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung (Weiteres zur Studie auf www.bertelsmann-stiftung.de &#62;&#62;&#62;)</p>
<p>„Den von vielen prognostizierten ‚Zusammenprall der Kulturen’ wie der des Westens mit dem Islam“ können wir „auf internationaler Ebene nicht erkennen“, bilanziert Malte Boecker, Senior Expert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zuerst die gute Nachricht:<em><br />
</em>„Kulturelle Gegensätze verstärken oftmals Konflikte, sind aber zumeist nicht die eigentliche Ursache“, lautet das Fazit einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung (Weiteres zur Studie auf <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-987E3C28-4FD21426/bst/hs.xsl/nachrichten_97746.htm" target="_blank">www.bertelsmann-stiftung.de &gt;&gt;&gt;</a>)</p>
<p>„Den von vielen prognostizierten ‚Zusammenprall der Kulturen’ wie der des Westens mit dem Islam“ können wir „auf internationaler Ebene nicht erkennen“, bilanziert Malte Boecker, Senior Expert der Bertelsmann Stiftung. Vier von fünf kulturellen Konflikten sind ausschließlich innerstaatliche Phänomene, ergab die Studie.</p>
<p>Somit belegt von neuem ein konkreter Blick auf Konflikte, dass auch die zur Kultur gezählten Religionen nicht der entscheidende Faktor sind, der Konflikte zwischen Staaten verschärft und gesellschaftliche Gewalt verursacht. Sowohl religiös zersplitterte als auch religiös homogene Gesellschaften zeigen sich als „relativ konfliktarm“.</p>
<p>So hartnäckig sich auch das von Samuel P. Huntington geprägte Schlagwort vom „Kampf der Kulturen“ (1996) &#8211; auf Englisch „The Clash of Civilizations“ (1993) &#8211; im Alltagsjargon hält, so falsch ist es im Blick auf die Fakten vor Ort. Das zeigt auch die Forschung des Politikwissenschaftlers Markus Weingardt, Referent für Friedens- und Konfliktforschung an der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) und Mitarbeiter der Stiftung Weltethos. Weingardt richtet im Gegensatz zur Mehrheit der medialen und wissenschaftlichen Beiträge zum religiösen Gewaltpotential in politischen Konflikten seine Aufmerksamkeit auf das „Friedenspotential von Religionen in politischen Gewaltkonflikten“ (vgl. M. Weingardt, Der Dialog von Religionen: Wundermittel, Placebo oder Gift?, auf der <a href="http://www.compass-infodienst.de/Markus_Weingardt__Der_Dialog_von_Religionen__Wundermittel__Placebo_oder_Gift.7029.0.html" target="_blank">Online-Extra Nr. 99 des COMPASS &gt;&gt;&gt;</a>) In der Reihe von Beispielen, in denen „religiöse Akteure“ zwar „nicht alleine“, aber doch „signifikant und entscheidend zur Deeskalation und Gewaltvermeidung“ beitrugen, nennt Weingardt unter vielen anderen<br />
die Bewegung Moral Rearmament (ursprünglich Oxford-Gruppe) in ihrem Engagement für die deutsch-französische Verständigung nach dem Zweiten Weltkrieg,<br />
den Ökumenischen Rat der Kirchen als Vermittler eines Friedensabkommens im Sudan (1972),<br />
die buddhistisch fundierte Bewegung Sarvodaya Shramadana mit ihrer Versöhnungsarbeit zwischen buddhistischen Singhalesen und überwiegend hinduistischen Tamilen sowie<br />
Muslime in Ruanda, die sich 1994 als einzige Bevölkerungsgruppe dem Völkermord der Hutu widersetzten.</p>
<p>Religiöse Friedenskräfte erhielten vielmals einen Vertrauensvorschuss, so Weingardt. Ihnen werde eher zugesprochen, dass sie unabhängig und fair seien. Dieses besondere Potential zur Schlichtung und Versöhnung beizutragen, müssten die Religionsgemeinschaften noch entdecken und sich in Konflikten aktiver anbieten, appelliert der Politikwissenschaftler. Gleichzeitig mahnt er die Medien, über das „vielfältige Friedenswirken religiöser Akteure zu berichten“, z.B. über die überwiegend positive Bedeutung von Religionen in Gewaltkonflikten im südsaharischen Afrika, die eine <a href="http://www.giga-hamburg.de/index.php?file=fp_religion_dsf.html&amp;folder=fsp2" target="_self">Studie des Hamburger Instituts für Afrika-Studien &gt;&gt;&gt;</a> bestätige.</p>
<p>Und nun die Schattenseite der guten Nachricht:<br />
Wenn nun vermeintlich zu Eifer und Hass antreibende Religionen nicht die entscheidende Ursache für Konflikte sind, was dann? Die Studie der Bertelsmann Stiftung nennt – das klingt vertraut &#8211; Faktoren wie Unterentwicklung, ein geringes Wirtschaftswachstum, die Menge der zur Verfügung stehenden Agrarfläche oder das Niveau der Demokratisierung in einer Gesellschaft. Ein besonders bedeutsamer Faktor sei „ein sehr hoher Anteil an männlichen Jugendlichen im Alter von 15 bis 24 Jahren in einer bestimmten Bevölkerungsgruppe oder in einem Land im Vergleich zur Gesamtbevölkerung (Youth Bulge)“.<br />
Dieses Ergebnis erschüttert mich ein wenig. Da ist es kein Trost, selbst eine Tochter und keinen Jungen erziehen zu dürfen. <em>BS</em></p>
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		<title>Simplify your religious dialogue</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 20:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bschenck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökumene / jüdisch-christlicher Dialog / Dialog der Religionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Simplicity“ (Einfachheit) finde ich unter Punkt 9 einer Liste, in der Trevor Jamison aufzählt, was es bedeutet, reformiert zu sein (siehe im Blog der United Reformed Church, Großbritannien &#62;&#62;&#62;).</p>
<p class="wp-caption-text">Foto ohne Titel ©Andreas Olbrich</p>
<p>„Simplicity“ – das Wort klingt in meinen deutschen Ohren nach „Simplify your life“.</p>
<p>Dieser Slogan hängt mir noch im Hirn, als tags darauf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Simplicity“ (Einfachheit) finde ich unter Punkt 9 einer Liste, in der Trevor Jamison aufzählt, was es bedeutet, reformiert zu sein (siehe im <a href="http://brentwoodurc.org.uk/2009/09/20/what-is-it-to-be-reformed-by-trevor-jamison/" target="_blank">Blog der United Reformed Church, Großbritannien &gt;&gt;&gt;</a>).</p>
<div id="attachment_38" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-38" title="Foto ohne Titel ©Andreas Olbrich" src="http://blog.reformiert-info.de/wp-content/uploads/2009/09/Foto-ohne-Titel-©Andreas-Olbrich5-300x225.jpg" alt="Foto ohne Titel ©Andreas Olbrich" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Foto ohne Titel ©Andreas Olbrich</p></div>
<p>„Simplicity“ – das Wort klingt in meinen deutschen Ohren nach „Simplify your life“.</p>
<p>Dieser Slogan hängt mir noch im Hirn, als tags darauf via E-Mail der neue GEKE-focus in meinem Computer landet.</p>
<p>So lese ich die Hauszeitschrift der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa mit der Brille der reformierten „Simplicity“ und entdecke sofort, was dazu passt.</p>
<p>Die „Einfachheit“ aus Großbritannien wird zum Abwerfen von unnötigem Ballast auf dem Pilgerweg der Ökumene. Wie, das beschreibt Michael Bünker im Wort „zur Sache“. Mit wenigen Worten entwirft der Generalsekretär der GEKE ein Bild der Ökumene als Gemeinschaft von pilgernden Kirchen. Eine Anleitung zum Wandern gibt der Bischof Augsburgischen Bekenntnisses den Kirchen mit auf den Weg. Die Regel des reformierten Mystikers Gerhard Tersteegen:</p>
<p>„Viel sammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer“.</p>
<p>Sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren, sei „ein gutes Modell für Kirchen, die miteinander unterwegs sein wollen“, so Bünker (in „Zur Sache“; auf Deutsch, Englisch, Französisch im GEKE focus auf <a href="http://www.leuenberg.eu/10240-0-5" target="_blank">www.leuenberg.eu &gt;&gt;&gt;</a>). In diesem Sinne kann die reformierte „Simplicity“ sich auch im ökumenischen Dialog bewähren.</p>
<p>P.S.: Die Einfachheit mit ihrer Konzentration auf das Wesentliche hat eine eigene Ästhetik. Zu ihr gehören – zumindest für meine von den vielen ad hoc Fotografien zu aktuellen Nachrichten geplagten Augen &#8211; Fotografien von Andreas Olbrich. Eine habe ich für diesen Post ausgewählt.<br />
<em>Anbei eine Bitte an alle, denen dieses Bild so gut gefällt, dass sie es gerne auf einer eigenen Seite verwenden möchten: Das Copyright liegt beim Künstler. Er kann über die Redaktion von reformiert-info (redaktion@reformiert-info.de) um Genehmigung zum weiteren Gebrauch gebeten werden. BS</em></p>
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